Judo-Geschichte
Friday, 24. November 2006
Die Entwicklung der Judoabteilung des TV 1860 Nassau seit Gründung im Jahr 1970
 
Die Judo/Sambo-Abteilung des TV 1860 Nassau wurde am 01.04.1970 als Judo-Abteilung durch Horst Lanio gegründet.
H. Lanio wurde der erste Nassauer Judo-Abteilungsleiter und hatte dieses Amt bis Anfang 1995 inne.
Ihm zur Seite stand über lange Jahre Hermann Borsch. Unter der Leitung von H. Lanio und H. Borsch entwickelte sich schnell eine florierende Abteilung, die auch bald sportliche Erfolge aufweisen konnte.
Erster Rheinland-Meister wurde 1978 der heutige Abteilungsleiter Peter Schuck.
1984 errang die Seniorenmannschaft mit Unterstützung des TV Braubach als Kampfgemeinschaft den Titel eines Rheinland-Meisters.
1987 wurde Peter Schuck Deutscher Justiz Judomeister.
Die sportliche Entwicklung schritt stetig voran. Rheinland-Meistertitel wurden in der Folge zur „Selbstverständlichkeit“. In den 90ziger erfolgten vermehrt Platzierungen bei Südwest-Deutschen Einzelmeisterschaften bis zu Platzierung bei Deutschen Judo Meisterschaften.
 
1995 wurde Alexander Schmidt der erste Nassauer Südwest-Deutsche Einzelmeister.
Die Mädchenmannschaft erreichte 1996 den Titel des Vizemeisters des Südwestens und selbst auf Deutschen Meisterschaften war der Name von Nassau vertreten.
1997 errang Christin Rotard einen hervorragenden 3. Platz bei den Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften und Dieter Ens belegte 1995 einen 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.
 
1995 erfolgte der Wechsel an der Abteilungsspitze, Horst Lanio übergab die Leitung der Judo-Abteilung im Rahmen eines Festaktes zum 25 jährigen Bestehen der Abteilung an Peter Schuck.
 
Die erste Platzierung im Seniorenbereich bei Südwest-Deutschen-Einzelmeisterschaften belegte 2001 Alexandra Dumke.
2003 wurde sportlich ein gutes Jahr. Alexandra Schräder wurde Südwest-Deutsche Einzelmeisterin, Jan-Gerd Rehn dritter bei den Südwest-Deutschen-Einzelmeisterschaften der Senioren und die Mädchenmannschaft der U 15 belegte ebenfalls einen dritten Platz bei den Südwest-Deutschen Meisterschaften.
Den bislang größeten Erfolg der Abteilungsgeschichte errang im Mai 2007 die Mädchenmannschaft U 14 mit dem Gewinn der Südwestdeutschen Mannschaftsmeisterschaft. Im Finale besiegten die Nassauer Mädchen Kim Chi Wiesbaden mit 5:3. Für Nassau kämpften Jasmin Elbert, Franziska Steinecke, Cinzia Malessa, Sina Krekeler, Nelli Weber, Michèle Schuck, Paula Rießen, Tatjana Wisner, Angelika Dergunov, Jennifer Weber, Laura Behnke, Judith Bühler, Ida Boss, Olga Adam und Anna Pesterov.

 
Zum 01.01.2004 wurde vom TV 1860 Nassau als Integrationsprojekt der Kreisverwaltung eine Ringergruppe (Sambo) von Spätaussiedlern in den Verein übernommen. Wegen der sportlichen Nähe zu Judo wurde die Sambogruppe als selbstständige Trainingsgruppe der Abteilung angegliedert, sodass der Name der Abteilung in Abteilung Judo-Sambo geändert wurde.
 
Die Samboka der Abteilung, mit Unterstützung zweier Judoka errangen 2004 bei den 3. Deutschen Sambomeisterschaften 6 erste und 4 zweite Plätze.
2007 war ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr. Neben vielen Platzierungen auf Landes- und Gruppenebene sind die größten Erfolge nachstehend aufgeführt:

"Die Nassauer Judo Mannschaft der weiblichen U 14 wird 2007 Südwestdeutscher Mannschaftsmeister in der Besetzung:
Sina Krekeler, Jasmin Elbert, Franziska Steinecke, Ida Boss, Cinzia Melessa, Nelli Weber, Angelika Dergunov, Tatjana Wisner, Michèle Schuck, Jennifer Weber, Laura Behnke, Judith Bühler, Olga Adam und Anna Pesterov.

Südwestdeutsche Einzelmeisterin der weiblichen U 14 bis 57 kg wird Olga Adam.

Benjamin Franke erreicht Platz 9 bei der Sambo-Weltmeisterschaft."
Die guten Leistungen setzten sich in einem sehr erfolgreichen Jahr 2008 weiter fort. Die Nassauer Judo Mannschaft der weiblichen U 14 wird Südwest-Vizemeister.
Das erste Mal in der Vereinsgeschichte wird eine Mannschaft der weiblichen U 17 Südwest-Vizemeister und schafft damit die Qualifikation für eine Teilnahme bei den deutschen Vereinsmeisterschaften. Dies ist auch für den heimischen Judoverband Rheinland seit langem das erste Mal, dass sich eine Mannschaft aus dem Verband für eine Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert. Letztlich kann die Mannschaft leider ihr Potential nicht ausschöpfen und verliert ihre Kämpfe knapp.
Jan Rehn gelingt bei den Südwestdeutschen Einzelmeisterschaften der ganz große Coup. Er wird Südwestmeister im Schwergewicht, damit der erste Nassauer Südwestmeister bei den Senioren überhaupt.
Ein außersportliches Highlight war die Wiederaufnahme der Beziehungen zu den Judoka in Pont-Château (Frankreich) und die dort durchgeführte zweiwöchige Ferienfreizeit mit 55 Teilnehmern.
Im Jahr 2009 platzieren sich insbesondere die Kämpferinnen der U 14 bei Südwestdeutschen- Einzelmeisterschaften. Anna Pesterov wird Einzelmeisterin, Michèle Schuck und Julia Weber werden Dritte. Ebenfalls 3. bei den Südwest-Mannschaftsmeisterschaften werden die Mannschaften der weiblichen U 14 und U 17, nachdem sie sich zum wiederholten Male den Titel des Rheinland-Mannschaftsmeisters sichern.

Die französischen Judoka aus Pont-Château kommen zum Gegenbesuch nach Nassau.
Eine kaum zu erwartende Steigerung konnte in 2010 konstatiert werden.
Zum Jahresbeginn erkämpfen sich Olga Adam (Alterklasse U 17) und Ida Boss (Alterklasse U 20) den Titel der Südwest-Einzelmeisterin.
Anna Pesterov wird Vizemeisterin der Alterklasse U 17 und überrascht bei den folgenden Deutschen Einzelmeisterschaften mit einem sensationellen 3. Platz.
Hervorragend auch Platz 5 für Ida Boss und Platz 9 für Olga Adam bei den nationalen Titelkämpfen.
In der Alterklasse U 14 sichert sich Julia Weber den Titel der Südwest-Einzelmeisterin.
Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften für geistig behinderte Judoka erkämpfte sich Patrick Kreer Platz 5
Abteilungsleiter Peter Schuck und Übungsleiter Stephan Meier starten im April bei den Deutschen-Judo-Einzelmeisterschaften der Ü 30, Alterklasse M5. Stephan Meier erreicht Platz 3 in der Gewichtsklasse bis 73 kg, Peter Schuck wird Deutscher Judoeinzelmeister seiner Altersklasse in der Gewichtsklasse plus 100 kg.